5 Tiere, die in Ihrer Wand wühlen könnten

Nächtliches Kratzen, Rascheln oder Nagen aus der Wand bleibt selten lange unbemerkt. Bevor du jedoch eine Falle, Gift oder ein Abwehrmittel aufstellst, solltest du herausfinden, wer eingezogen ist. Denn bei Maus, Ratte, Siebenschläfer, Steinmarder und Fledermaus ist nicht dasselbe Vorgehen richtig.
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Maus
Der Hauptverdächtige. Die Maus gelangt leicht hinter Gipskarton, in die Decke oder in Hohlräume hinter Küchenschränken: Schon ein Spalt von etwa Bleistiftdicke kann für sie ausreichen.
Kleine, dunkle Kotspuren, angenagte Lebensmittelverpackungen und Öffnungen rund um Rohre oder Kabel weisen am häufigsten auf ihre Anwesenheit hin. Wenn das Geräusch aus der Wand kommt, suche auch den Punkt, an dem sie zur Nahrungssuche in den Raum, auf den Dachboden oder in den Keller hinausläuft.
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Ratte
Die Bewegung und das Nagen der Ratte sind in der Regel kräftiger, und der zurückgelassene Kot ist deutlich größer als der einer Maus. Oft gelangt sie von Richtung Keller, Sockel, Abflüsse oder Versorgungsleitungen ins Gebäude, kann aber auch entlang von Wänden und Versorgungsschächten andere Bereiche des Hauses erreichen.
Wenn du an mehreren Stellen frische Spuren findest, tagsüber ebenfalls ein Tier siehst oder das Problem nach kurzer Zeit zurückkehrt, solltest du einen Schädlingsbekämpfer rufen. Ein bereits bestehender Rattenbefall lässt sich selten mit nur einem aufgestellten Mittel lösen.
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Siebenschläfer
Der Siebenschläfer kann vor allem in Häusern in der Nähe von Wäldern, Gärten oder Obstgärten auftauchen. Er nutzt gern den Dachboden, die Dachkonstruktion und andere geschützte Hohlräume und kann für seine Größe überraschend viel Lärm machen. Obst- oder Samenreste sowie eine im Vergleich zur Maus deutlich stärkere nächtliche Aktivität können auf ihn hinweisen.
Wichtig ist, dass die heimischen Siebenschläferarten geschützt sind. Wenn du einen Siebenschläfer vermutest, vergifte ihn nicht, fange ihn nicht mit eigenen Händen und sperre ihn nicht in dem Hohlraum ein. Bitte wende dich an die zuständige örtliche Naturschutzbehörde oder an einen Fachmann für Naturschutz.
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Steinmarder
Der Steinmarder lebt meist nicht in einem schmalen Hohlraum in der Wand, sondern bewegt sich im Dachboden, in der Decke oder in größeren Gängen hinter der Verkleidung. Deshalb kann es leicht so wirken, als käme das Geräusch direkt aus der Wand.
Stärkeres Trampeln, auseinandergezogene Dämmung, ein Tier, das regelmäßig an derselben Stelle kotet, und ein unangenehmer Geruch können darauf hinweisen. Wenn das Geräusch hauptsächlich vom Dach kommt, prüfe zuerst die Dachrinne, die Dachanschlüsse und die Zugangspunkte zum Dachboden.
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Fledermaus
Mehrere Fledermausarten nutzen Verstecke in Gebäuderitzen, unter Verkleidungen oder in Dachkonstruktionen. Auf ihre Anwesenheit können kleine Kotkrümel unter dem Eingang, der bei Dämmerung beobachtbare Ausflug sowie leises Kratzen oder Zirpen aus dem Spalt hinweisen.
In Europa sind alle Fledermäuse geschützt, und ihr Quartier darf nicht willkürlich verschlossen werden. Wenn du eine Fledermaus findest, verwende weder Gift noch eine Nagetierfalle, sondern wende dich an die zuständige Naturschutzbehörde.
Was tun, wenn der Verdächtige feststeht?
Bei Maus oder Ratte suche den genutzten Weg, verschließe Nahrung und Wasser, bekämpfe die bereits im Inneren befindlichen Tiere und verschließe die Spalten erst, nachdem die Aktivität aufgehört hat.
Wenn sich das Nagetier hinter der Gipskartonwand bewegt, lies dies: Wie vertreibst du ein Nagetier, das hinter die Gipskartonwand gezogen ist?
Wenn eher der Dachboden oder der offene Dachraum betroffen ist, findest du hier eine detaillierte Anleitung: Was tun, wenn es auf dem Dachboden kratzt?
Ein Ultraschallabwehrgerät sollte nur in einem offenen Bereich aufgestellt werden, in dem sich keine Wand, Decke oder Dämmung zwischen dem Gerät und dem Tier befindet. Wenn sich der identifizierte Nagerpfad so abdecken lässt, findest du hier das Vadalarm-Ultraschall-Nagerabwehrgerät.
Redaktionelle Quellen
